Kauf von weiteren IK-Zügen stößt auf Kritik

Es war zu erwarten, dass es fragende und kritische Stimmen zum Vorhaben der BVG gibt. 20 weitere IK-Einheiten fürs U-Bahn Großprofil sollen per Eilverfahren bestellt und ab 2019 geliefert werden. Damit soll die angespannte Situation des Wagenparks im Großprofil auf schnellstem Wege entspannt werden. Wie die Berliner Zeitung berichtet, bereitet sich der Konzern Siemens darauf vor, gegen das Vorhaben juristisch vorzugehen. Die geplante Dringlichkeitsbeschaffung umgeht nämlich eine normalerweise nötige europaweite Ausschreibung und erlaubt die kurzfristige Bestellung bestehender Züge außerhalb des vereinbarten Vertrages samt aller Lose. Derzeit ist nur Stadler Pankow in der Lage so schnell neue Züge zu bauen und zu liefern, denn die IK-Züge sind bereits entwickelt und zugelassen. Da die Züge der Baureihe F79 nicht, wie ursprünglich geplant, ertüchtigt werden können und sich in einem vergleichsweise schlechten Zustand befinden, müssen sie innerhalb der nächsten Jahre aus dem Netz genommen werden. Allerdings dauert es noch einige Jahre bis die neue Großprofilbaureihe J, dessen Ausschreibung derzeit gemeinsam mit der Baureihe JK fürs Kleinprofil läuft, geliefert wird und die dann fehlenden Wagen ersetzt. So bleibt also nun abzuwarten, welche juristischen Schritte gegen das Vorhaben erhoben werden. Sollte die Bestellung erfolgreich durchgehen, wird die U5 zeitweise zur fast reinen IK-Linie. Langfristig wäre dann das U-Bahn Kleinprofil ebenfalls IK lastig, denn alle IK-Züge des Großprofils, dann 31 Stück, gehen irgendwann ins Kleinprofil. Interessant wird ebenfalls, ob weiterhin an der hohen zu bestellenden Wagenanzahl der Baureihe JK festgehalten wird.

 

Quelle: Berliner Zeitung

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